Dass in der Dating-Branche viel Geld verdient wird, ist wohl kein Geheimnis und dass da es auch ein paar sehr dubiose Seiten und Portale gibt, war mir auch klar, aber dass ganze Teams sich gegenseitig dabei abwechseln, mit einsamen Menschen zu schreiben, hätte auch ich so nicht gedacht. Im Juni dieses Jahres recherchierten Mitarbeiter von STRG_F zum Thema “Fake Flirts” und haben auch im Rahmen dieser Recherchen für ein Portal (michverlieben.de) gearbeitet. Der erste Teil der Doku war brutal, um es kurz auszudrücken. Dem entsprechend groß fiel auch die Resonanz auf die Doku aus, weshalb sich das Team von STRG_F dazu entschieden hat, einen zweiten Teil zu veröffentlichen. Dieses Mal sprechen ehemalige Mitarbeiter und Betroffene über ihre Erfahrungen mit den Fake Flirts bei michverlieben.de.

Hier der erste Teil:

“Achtung: In diesem Film geht es auch um die Suizid-Gedanken einer Frau. Wem das Thema zu nahe geht, schaut diesen Film vielleicht besser nicht alleine an. Für 1.200 Euro netto im Monat hatte sie Menschen auf einem Dating-Portal echtes Interesse, ja Liebe vorgegaukelt. Wie sich das angefühlt hat? „Beschissen“, sagt die Aussteigerin im Interview. STRG_F-Reporterin Nadia hatte im Frühjahr selbst undercover als Chatschreiberin gearbeitet und hinter die Kulissen zweier Dating-Portale geschaut. Diese setzen Fake-Profile ein – bezahlte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um Menschen auf der Suche nach Liebe das Geld aus der Tasche zu ziehen. Falsche Versprechen, gezielte Anrufe, geklaute Fotos: In Teil II dieser Recherche spricht Nadia nun mit Austeiger*innen, Insider*innen und Opfern des miesen Geschäfts mit der Liebe.”

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